Wildes Wolnzach Wissen: Grundregel zur Salbenherstellung
Grundregel zur Salbenherstellung für die Hausapotheke
Eine Überlieferung meiner Großmutter
Du benötigst entweder
- frische Blüten, Blätter oder Wurzeln Menge ca. 150 g, oder
knapp die Hälfte der Frischmenge getrocknetes Material.
Sinn macht es, getrocknete Blüten, Kräuter oder Wurzeln zu verwenden, denn so ist Schimmelbildung ausgeschlossen.
Bei ca. 60 g getrockneten Blütenblättern/Kräutern oder geraspelten Wurzelstückchen rechnet man mit
- 75 ml Öl. Heute wird meist Olivenöl verwendet, aber auch andere Öle sind natürlich möglich.
Zudem wird für diese Menge
- 30 g Bienenwachs (heute gibt es dies als Pallets zu kaufen) oder Lanolin benötigt.
Kräuter/Blüten/Wurzeln können über mehrere Wochen in einem Deckelglas in dem gewählten Öl an einem warmen Ort ausgezogen werden. Danach abseihen und das Öl weiterverarbeiten. Alternative/Schnellmethode: In einem Wasserbad bei ca. 70° C einen Warmauszug bereiten.
Die Weiterverarbeitung zur Salbe erfolgt auf jeden Fall in einem Gefäß im Wasserbad. Öl erhitzen, Bienenwachs oder Lanolin zugeben, mit einem Glasstab (kein Metall verwenden!) umrühren bis alles verflüssigt ist.
Abfüllen in möglichst kleine Einheiten. 100 % saubere Schraubgläschen oder Plastiktiegel sind Voraussetzung! So ist die Salbe im Kühlschrank ca. ½ Jahr haltbar. Aus Hygienegründen und um die Haltbarkeit zu gewährleisten sollte immer mit einem Spatel Salbe aus dem Tiegel entnommen werden.
Du kannst experimentieren mit einer Vielzahl an wertvollen Kräutern, Blüten und Wurzeln wie z.B. Ringelblumen-, Rosen-, Gänseblümchen-, Veilchen-, Schafgarbeblüten, Schafgarbe- und Spitzwegerichblätter, oder auch z.B. mit Beinwellwurzeln oder Nelkenwurz-Wurzeln.
Anmerkung: Meine Großmutter hat in Notzeiten die Kräuter in Schmalz ausgezogen.
Probier`s mal! Viel Spaß


